Familien-/ Firmenchronik der Weinkellerei Pfrimer
Marburg / Graz Teil1
1857 Gründung der Weinkellerei J. & R. PFRIMER in Marburg an der Drau durch Julius Pfrimer mit seinem Bruder Robert (eingewandert aus Württemberg, der Vater war Bürgermeister von Hechingen). Nachdem die Kellerei äußerst erfolgreich war und sich zu den bedeutendesten Weinfirmen in der Untersteiermark entwickelte, folgten die beiden Brüder Karl und Adolf nach.
1866 Gab es auf der Weltausstellung in Wien für Pfrimer-Weine die ersten Goldmedaillen, wie auch 1867 in Paris.
1874 erfolgte die Verleihung des Titels „K. u. K. Hoflieferant“.
  Der Dichter Rudolf Hans Bartsch erwähnte in seiner bekannten Novelle „Der steirische Weinfuhrmann“ den „Marburger Pfrimer, der mit seinem roten „Vinaria“ den Ungarn (die damals am Rotweinsektor federführend waren) Konkurrenz macht.
  Alle Brüder Pfrimer bekleideten zahlreiche Funktionen und Ehrenämter, u.a. Obmann des Marburger „Theater- und Casinovereins“, Mitbegründer der „Marburger Obst- und Weinbauschule“ und stellten dafür etliche Hektar am Stadtrand von Marburg zur Verfügung, weiters im Weinhändlerausschuss in Wien, im Vorstand und Handelskammerausschussmitglieder und Funktionäre, Gemeinderäte, Vizebürgermeister, Landtagsabgeordnete, Kaiserlicher Rat, Obmann der Gemeindesparkasse in Marburg, Präsident des Kulturvereins Südmark und andere mehr...
  Julius Pfrimer jun. hatte auch eine Reihe obiger Funktionen inne, darüber hinaus war er Stadtrat von Marburg und hatte die gesamte Kriegsversorgung von Marburg im 1.Weltkrieg über, wurde als Geisel festgenommen und war nach dem Krieg wieder in der Gemeindevertretung und hatte als einziger in Jugoslawien das Privileg deutsch zu sprechen. War nach dem 2.Weltkrieg Bundesobmann der Deutsch-Untersteirer („Ehrenbürger von Marburg“ und in Graz wurde eine Straße nach ihm benannt).